Mathe lernen – das geht doch!

Die Einstellung zu Mathe und zum Mathematik lernen – das ist es, worum es geht, und was den Erfolg bringt

 

Noch das beste Konzept, der beste Unterricht, die besten Methoden, der beste Lehrer 

→ alle diese Bausteine werden nicht dazu beitragen, dass du besser Mathe lernst oder dass Ihr Kind besser Mathe lernt. Es geht um das Große und Ganze, um die Einstellung zum Fach und um das Selbstbild, was du in Bezug auf Mathematik oder was Ihr Kind in Bezug auf Mathematik hat. Mathe ist ein wundervolles Fach, dass die Strukturen der Welt aufzeigt und mit den Zahlen als Bausteine ordnet. Und: Mathe ist ganz und jeder kann Mathematik lernen, jeder!

Dieses Denken ist der Schlüssel zum Erfolg für gelingendes Lernen im Fach Mathematik. Dies ist auch die zentrale Aussage des Buches „Tinas AHA! Mathe lernen geht! Lass dein Gehirn mal machen!“ von Marion Mohnhaupt (integrative Lerntherapeutin).

Im Folgenden skizziere ich kurz das Lernkonzept der Autorin. Im 1. Teil des Buches erzählt die Autorin die Geschichte von Tina, die Probleme mit dem Fach Mathematik und den dazugehörigen Aufgaben hat. Tina kann diese aber überwinden und ist schließlich sehr glücklich. Die Autorin beschreibt den Prozess, den Tina durchläuft, aus ihrer Sicht. Tina schildert ihre Lernprobleme und ihre Frustration, bemerkt dann aber, dass sie in der Vergangenheit in anderen Bereichen z.B. beim Gehen lernen und beim Schwimmtraining durch Nicht-Aufgeben, Immer-wieder-Ausprobieren und Immer-wieder-üben große Erfolge errungen hat. Ihre Eltern unterstützen sie dabei mit motivierenden Redewendungen, wie z.B. mit Geduld und Spucke fängt man jede Mucke. Auch bemerkt sie durch den Schwimmerfolg, dass das Lernen eine Superpower hat und man einen Schatz in sich findet. Ebenso stellt sie fest, dass auch anderen Personen wie z.B. ihre Freundin und ihre Mutter nur durch viel Üben und genaues Verstehen beim Turnen und Klavier spielen erfolgreich sein konnten und, dass der Weg dorthin schwierig war. Anschließend überlegt sie sich, wie das Lernen eigentlich funktioniert, nämlich durch Erklären, Schreiben, Lesen, mit anderen Sprechen, Wiederholen, Pause machen, Zeichnen, Basteln und Nachdenken. Lernen braucht Ruhe und dann kann die entscheidende Idee und Wendung kann plötzlich eintreten. Tina stellt sich, motiviert durch die Beispiele (s.o.), der Herausforderung und unterstütz von ihren Eltern und einen besseren Umgang mit Fehlern lernt sie, schwierigere Aufgaben zu lösen.

Im 2. Teil des Buches beschreibt die Autorin mehrere Aspekte, die zum Mathematik lernen dazu gehören, und Gesichtspunkte, die Einfluss auf unser Mathematik lernen haben.

TOP 1 „UNSER GEHIRN LERNT ALLES UND IMMER“: Lernen entsteht durch die sich verändernden Neuronenverbände. Je häufiger und regelmäßiger Bereiche aktiviert werden, desto stärker werden sie und desto mehr und besser passt sich das Gehirn an Situationen an. Mit stärkeren Verbindungen entwickelt der Mensch mehr Fähigkeiten und Kenntnisse. Also stimmt der Spruch „Übung macht den Meister.“

TOP 2 „SELBSTBILD“: Mit offenem Selbstbild entwickelt man positive Gedanken, wie z.B. man kann mit Ausdauer, Einsatz und Hilfe gut Mathe lernen oder z.B. man wagt Neues und Fehler sind Chancen, weiter zu lernen. Diese Gedanken führen dann tatsächlich zu Lernerfolgen.

TOP 3 „WORTE HABEN MACHT“: Stärkende Worte beflügeln das Lernen.

TOP 4 „WUNDERVOLLE MATHE STATT SCHNELL, SCHNELL“: Die Mathematik bietet interessante Muster und Zusammenhänge. Beim Mathematik lernen ist die Zeit nicht relevant.

TOP 5 „FEHLER SIND FREUNDE“: Durch das Machen von Fehlern trainiert man sein Gehirn und steigert seine Fähigkeiten.

TOP 6 „JA, KLAR, MATHE!“: Mathematik ist der Schlüssel zum Verständnis der Welt und eröffnet viele Möglichkeiten im privaten und beruflichen Leben.

TOP 7 „FÜR MAMA UND PAPA! (AUCH FÜR LEHRKRÄFTE)“: Kinder mit Lernschwierigkeiten benötigen frühzeitige und angemessene Förderung und Begleitung (vgl. Hinweise und Empfehlungen im Buch).

Bei allem wird deutlich, dass ein positives Selbstbild und Eigeninitiative die Schlüsselmerkmale zu einer Verbesserung der Lernleistungen im Fach Mathematik sind. Wesentlich dabei ist, dass man probiert, überlegt, fragt, beschreibt, zeichnet, dass man etwas tut mit Ausdauer und Anstrengung.

Und dann ist Mathematik ganz einfach und das Lernen gelingt.

 

Quelle: „Tinas AHA! Mathe lernen geht! Lass dein Gehirn mal machen!“, Marion Mohnhaupt, Visual Ink Publishing, April 2021.

Informationen zur Autorin und zu ihrem Konzept finden Sie auf ihrer Homepage: www.ja-klar-mathe.de

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